
Bei der Verlegung von Fliesen muss die Auswahl der geeigneten Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) ist von entscheidender Bedeutung für die Gewährleistung der Bauleistung und der endgültigen Wirksamkeit der Verklebung von Fliesenkleber. Dieser Artikel enthält eine eingehende Analyse der wichtigsten Leistungsparameter von HPMC und bietet einen Leitfaden zur Auswahl von HPMC für Fliesenkleber, der auf verschiedene Fliesentypen und Bauumgebungen zugeschnitten ist.
I. Die Rolle von HPMC in Fliesenklebern

Viskosität: Wirkt sich direkt auf die Konsistenz, den Durchhangwiderstand und die Rutschfestigkeit des Klebemörtels aus. Eine hohe Viskosität bietet eine stärkere Unterstützung der Rutschfestigkeit.
Wasserrückhaltung: Sorgt für eine ausreichende Feuchtigkeit für die Zementhydratation während der Aushärtung, insbesondere auf porösen Untergründen oder in trockenen/heißen Umgebungen, und verhindert Festigkeitsverluste und Hohlräume aufgrund eines schnellen Feuchtigkeitsverlustes.
Modifikationsgrad (Substitutionsgrad): Beeinflusst die Auflösungsgeschwindigkeit, die Widerstandsfähigkeit gegenüber biologischem Abbau, die Salzbeständigkeit und die Geltemperatur (Löslichkeit bei niedrigen Temperaturen). Höhere Substitutionsgrade weisen in der Regel auf eine bessere Wasser- und Salzbeständigkeit hin.
Auflösungsrate: Beeinflusst die Geschwindigkeit, mit der sich die Anfangsviskosität der Klebstoffpaste einstellt, und die Verarbeitbarkeit während der Anwendung.
Geliertemperatur: Bezieht sich auf die Temperatur, bei der die HPMC-Lösung beginnt, trüb zu werden und ihre Viskosität zu verlieren. HPMC hat im Allgemeinen eine höhere Geliertemperatur als HEMC (oft >65°C). Produkte mit niedrigeren Geliertemperaturen innerhalb der HPMC-Reihe sind für kalte Umgebungen besser geeignet.
II. Auswahl des optimalen HPMC auf der Grundlage der Fliesentypen
Fliesentyp | Kernherausforderungen | Optimale HPMC-Eigenschaften | Empfohlene Lösung |
Steinplatten/Keramikfliesen (Wasserabsorptionsrate <0,5%) | Hohe Rutschgefahr, die eine extrem hohe Haftfestigkeit erfordert | Ultrahohe Viskosität (>60K oder >80K(je nach Formulierung und anderen Zusatzstoffen), rutschhemmende Modifikation | Spezialisiertes "Großformat" HPMC (z.B., 80K Viskosität) |
Steingutfliesen (Wasserabsorptionsrate 3%-10%) | Gleichgewicht zwischen Wasserrückhaltung und Verarbeitbarkeit | Mittlere bis hohe Viskosität (20K-60K, Standardbereich), gute Wasserrückhaltung | Allgemeiner Zweck HPMC (z.B., 40K-60K) |
Tonfliesen/Innere Wandfliesen (Wasserabsorptionsrate >10%) | Leichtes Absorbieren von Wasser, hohes Risiko von Hohlräumen | Sehr hoch bis ultrahoch Wasserretention (>98% ist realisierbar), niedrig bis mittel Viskosität (~20K-40K oft bevorzugt) | Spezialisiertes "hohes Wasserrückhaltevermögen" HPMC (z.B., 20K-40K Viskosität) |
III. Das optimale HPMC auf die Bauumgebung abstimmen
Umweltfaktoren haben einen direkten Einfluss auf die Verdunstungsrate des Wassers im Klebemörtel, die Geschwindigkeit der Hydratationsreaktion und die Bauarbeiten:
1. trockene Umgebung mit hohen Temperaturen (Sommer/ gut belüftete Räume)
Herausforderung: Das Wasser verdunstet extrem schnell, wodurch der Klebemörtel rasch austrocknet, was die offene Zeit erheblich verkürzt und das Zeitfenster für die Bauausführung verkleinert; die Zementhydratation beschleunigt sich, ist aber aufgrund des Wassermangels möglicherweise nicht vollständig.
Lösung: Priorisieren Sie die Wasserrückhaltung! HPMC ist hierfür im Allgemeinen hervorragend geeignet. Wählen Sie HPMC mit der höchsten Wasserrückhalteleistung (Wasserrückhaltewert so hoch wie möglich, z. B. >98%) und kombinieren Sie es mit Produkten mit hohem Substitutionsgrad, um die Temperaturbeständigkeit zu erhöhen. Niedrigere Viskositätsklassen (<40K) können manchmal bei gleicher Dosierung ein etwas besseres Wasserrückhaltevermögen bieten.
2. feuchte Umgebungen mit niedrigen Temperaturen (Winter/Bäder/Schwimmbäder)
Herausforderungen: Die Hydratation von Zement verlangsamt sich bei niedrigen Temperaturen, wodurch sich die Festigkeitsentwicklung verzögert; eine hohe Luftfeuchtigkeit oder eine wässrige Umgebung stellen extrem hohe Anforderungen an die Wasserbeständigkeit und die langfristige Haltbarkeit von Klebstoffen. Eine zentrale Herausforderung für HPMC ist seine relativ hohe Geliertemperatur.
Lösung: Geliertemperatur bevorzugen! Wählen Sie HPMC mit der niedrigstmöglichen Geliertemperatur (z.B. <70°C oder idealerweise 75 °C) löst sich bei niedrigen Temperaturen möglicherweise nicht vollständig auf oder weist einen erheblichen Viskositätsabfall auf. Eine Oberflächenbehandlung oder spezielle Qualitäten mit niedrigen Geltemperaturen sind entscheidend.
3. poröse Substrate (Porenbetonsteine/alte Mörtelschichten/unbehandelte Zementsubstrate)
Herausforderungen: Der Untergrund nimmt schnell Feuchtigkeit aus dem Klebemörtel auf, ähnlich wie bei der Verlegung von Fliesen mit hoher Wasseraufnahme, was zu Feuchtigkeitsverlust, unzureichender Hydratation und verminderter Haftfestigkeit führt.
Lösung: Doppelter Schutz vor Wasserrückhaltung und Eindringen!
1. ultrahohe Wasserrückhaltung: Dies ist eine zentrale Anforderung. HPMC zeichnet sich hier aus.
2.Gute Benetzung und Penetration: Vermeiden Sie die Verwendung von Produkten mit sehr hoher Viskosität, um sicherzustellen, dass der Klebemörtel die Mikroporen des Untergrunds wirksam benetzen und durchdringen kann, so dass eine mechanische Verankerung entsteht. Eine niedrige bis mittlere Viskosität (20K-40K) ist normalerweise am besten geeignet. HPMC mit sehr hoher Viskosität (>60K) kann die Penetration behindern.
IV. Strategien zur Auswahl des optimalen HPMC
Kernanforderungen definieren
Identifizieren Sie die kritischsten Anforderungen im aktuellen Anwendungsszenario (Rutschfestigkeit, Wasserrückhaltevermögen, Beständigkeit gegen niedrige Temperaturen, Wasserbeständigkeit) und priorisieren Sie die wichtigsten Anforderungen bei der Auswahl von HPMC-Typen.
Berücksichtigung von Synergieeffekten
HPMC muss gut mit anderen Zusatzstoffen in der Formulierung zusammenwirken (z. B., Redispergierbares Polymer-Pulver, Polycarboxylat-Fließmittel). Hochviskoses HPMC kann zusätzliche wasserreduzierende Mittel erfordern, um die Verarbeitbarkeit zu gewährleisten; das ausgezeichnete Wasserrückhaltevermögen von HPMC schafft ein optimales Umfeld für die Zementhydratation, wodurch die verstärkende Wirkung von Latexpulver verstärkt wird.
Prüfung und Validierung

Pilotversuche im Labor und Bauversuche vor Ort sind die letzten Schritte, um den Erfolg der HPMC-Auswahl zu bestätigen. Schwerpunktbereiche:
- Nassmörtelzustand (Konsistenz, Durchbiegungswiderstand, Rutschfestigkeit)
- Offene Zeit/Regulierungszeit (entscheidend für HPMC unter heißen/trockenen Bedingungen)
- Haftfestigkeit (ursprüngliche Festigkeit, Festigkeit nach Wassertauchen, Festigkeit nach thermischer Alterung, Festigkeit nach Frost-Tau-Zyklen)
- Konstruktionsgefühl (Geschmeidigkeit der Anwendung) und Auflösung (insbesondere bei niedrigeren Temperaturen)
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